Was du tust ist Gott wichtig!.

Du bist Gott wichtig. Und was du tust, was du arbeitest ist Gott sehr wichtig.

Und Gott segnete sie; und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehrt euch und füllt die Erde und macht sie euch untertan; und herrscht über die Fische im Meer und über die Vögel des Himmels und über alles Lebendige, das sich regt auf der Erde!
1. Mose 1,28
Und Gott der HERR nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, damit er ihn bebaue und bewahre.
1. Mose 2:15
Und Gott sah alles, was er gemacht hatte; und siehe, es war sehr gut.
1. Mose 1:31

Vor dem Sündenfall waren die Menschen, Männer und Frauen, gut. Vor dem Sündenfall war die Arbeit gut.

Aber nach den Sündenfall konnten Männer und Frauen nicht mehr als „grundsätzlich gut“ bezeichnet werden. Die Menschheit wurde durch das sich über Gott erheben verdorben, alle haben gesündigt und verfehlen die Herrlichkeit (Römer 3,23), die sie vor Gott haben sollten. Sie verloren die Gerechtigkeit (Römer 3,10).
Nach dem Sündenfall änderte sich auch das Wesen der Arbeit. Arbeit war zuvor die freudige Bewahrung einer perfekten Schöpfung. Durch den Ungehorsam wurde die Arbeit zu einem Kampf um die Versorgung mit lebensnotwendigen Dingen. Und die Arbeit wurde auch zu einem Kampf gegen die Auswirkungen der Sünde auf die perfekte Schöpfung. Das sehen wir auch heute ganz gut, z.B. an den manchmal hilflos anmutenden Maßnahmen gegen eine mögliche Klimaerwärmung.

Wenn wir mit der Bedeutung der Arbeit in unserer heutigen Kultur ringen ist es unerlässlich, dass wir uns an den Anfang, an den Schöpfungszustand erinnern. Die Schöpfung war gut und über sie wurde von Gott, der alles geschaffen hat, auch so geurteilt: „Sehr gut.“ Auch die Bestandteile der Schöpfung waren einst gut. Und trotz der rebellischen Natur der Menschen hat Gott nicht beschlossen, seine Schöpfung auszulöschen, sondern sie zu erlösen durch seinen Sohn Jesus Christus.

Arbeit ist keine Strafe für die Sünde, keine Konsequenz, die Gott den Menschen aufgrund der Taten Adams und Evas auferlegt hat. Vielleicht bist du überrascht über diese Aussage. Wir sind nach Gottes Ebenbild geschaffen und sollen arbeiten. Arbeit ist ein Ausdruck des Gehorsams gegenüber Gott, eine Möglichkeit, ihn zu ehren, indem wir mit unseren Gaben den Auftrag erfüllen, den er uns bei unserer Erschaffung gegeben hat.

Sicher wurde die Arbeit, wie alles andere auch, durch die Sünde dramatisch beeinträchtigt, aber ihre Bedeutung für die Schöpfungsordnung Gottes blieb bestehen. Arbeit ist für die von Christus Erlösten ein heiliges Unterfangen.

Wenn wir die Auswirkungen dieser Erlösung in jeden Bereich unseres Lebens tragen, in unsere Familien, in unsere Kirchen, in unsere Städte und vor allem (da wir den größten Teil unserer wachen Zeit dort verbringen) an unsere Arbeitsplätze, dann werden diese Bereiche von den Veränderungen beeinflusst werden, die unsere persönliche Beziehung zu Gott in uns bewirkt.

Nicht nur unser Leben ist erlöst, sondern auch die Arbeit kann wieder zu einem großartigen Dienst für Gott werden.

Und passt euch nicht diesem Weltlauf an, sondern lasst euch [in eurem Wesen] verwandeln durch die Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was der gute und wohlgefällige und vollkommene Wille Gottes ist.
Römer 12,2

Anstatt ein „notwendiges Übel“ zu sein, wird die Arbeit durch ein erneuertes Denken wieder zu einem Mittel der Anbetung, eine Rückkehr zu der Rolle, die sie einst in Gottes guter Schöpfung hatte.

Vielleicht übersiehst Du Dinge, die Gott durch dich an deinem Arbeitsplatz tun möchte. Vielleicht kommt ein ungutes Gefühl auch, wenn du am Sonntagabend an den Beginn der kommenden Woche denkst. Vielleicht hast du dich damit abgefunden, dass du in einer Kultur „überleben“ musst, die für Jesus Christus und seine Prinzipien manchmal nicht besonders empfänglich ist. Vielleicht betrachtest du deinen Arbeitsplatz lediglich als Ort, an dem du sein musst, um Menschen zu Jesus zu führen, also als Missionsfeld, dessen einziger Wert darin besteht, Möglichkeiten zu schaffen, die Ungläubigen zu bekehren.

Die Arbeit ist nicht dein Feind und ein Unternehmen solltest du ebensowenig als dein Feind betrachten. Selbst diejenigen, die sich unserem Glauben widersetzen, sind nicht der Feind. Oftmals ist es die ablehnende Haltung von Christen, ihre Arbeit als Teil des Dienstes für Christus zu sehen. Du kannst jedoch deinen Arbeitsplatz als deinen Einflussbereich für Wandel in einer Welt sehen, die immer noch unter den Auswirkungen der Sünde leidet.

Gott hat sich entschieden, seine Schöpfung nicht auszulöschen, sondern sie zu erlösen. Deshalb sollten wir Tag für Tag auch an den Orten, an denen wir arbeiten, versuchen, die Arbeit für das Reich Gottes zu gestalten, zu beeinflussen, ja wiederherzustellen. Wenn du dir immer wieder bewusst machst, dass deine Arbeit für Gott von großer Bedeutung ist, wirst du beginnen, die Dinge zu ändern, die der Freude, welche dir die Arbeit bringen kann, und der Ehre, die sie Gott bringen kann, im Wege stehen.