Das Geben des „Zehnten“

Soll ein Christ den „Zehnten“ oder gar mehr als den den Zehnten geben? Hat der Zehnte tatsächlich für uns Christen eine Bedeutung? Und wenn ja, welche? Dieser Beitrag beleuchtet die wichtigsten Bibelstellen zum Geben des Zehnten und eine Schlussfolgerung für Christen, die im neuen Bund leben.

Bevor wir gläubige Christen unser Geld ausgeben sollen wir Gott ehren, indem wir ihm zuerst ihm seinen Anteil geben.

Sprüche 3, 9:

Ehre den HERRN mit deinem Besitz und mit den Erstlingen all deines Einkommens.

 

Welchen Teil des Einkommens beansprucht Gott als seinen Anteil.

Mose 27, 30:

Alle Zehnten des Landes, sowohl von der Saat des Landes als auch von den Früchten der Bäume, gehören dem HERRN; sie sind dem HERRN heilig.

 

Die Abgabe des Zehnten unseres Einkommens lehrt, dass Gott den ersten Platz in unserem Leben einnehmen muss.

Mose 14, 26

Du sollst allen Ertrag deiner Saat getreu verzehnten, was auf dem Feld wächst, Jahr für Jahr.

Und du sollst essen vor dem HERRN, deinem Gott, an dem Ort, den er erwählen wird, um seinen Namen dort wohnen zu lassen, den Zehnten deines Korns, deines Mosts, deines Öls und die Erstgeborenen von deinen Rindern und Schafen, damit du lernst, den HERRN, deinen Gott, allezeit zu fürchten.

 

Für was wurde der Zehnte in Israel verwendet?

Mose 18, 21:

Und siehe, so habe ich den Söhnen Levis alle Zehnten in Israel zum Erbteil gegeben für ihren Dienst, den sie tun, den Dienst an der Stiftshütte.

 

Christus unterstrich die Verpflichtung, den Zehnten an Gott abzugeben.

Matthäus 23, 23:

Wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler, dass ihr die Minze und den Anis und den Kümmel verzehntet und das Wichtigere im Gesetz vernachlässigt, nämlich das Recht und das Erbarmen und den Glauben! Dieses sollte man tun und jenes nicht lassen.

 

Was sagt Paulus, wie das Werk des Evangeliums unterstützt werden soll?

1. Korinther 9, 13-14:

Wisst ihr nicht, dass die, welche die heiligen Dienste tun, auch vom Heiligtum essen, und dass die, welche am Altar dienen, vom Altar ihren Anteil erhalten? So hat auch der Herr angeordnet, dass die, welche das Evangelium verkündigen, vom Evangelium leben sollen.

 

Auf welcher Grundlage ruht der Anspruch auf den Zehnten Teil des Einkommens?

Psalm 24, 1:

Ein Psalm Davids. Dem HERRN gehört die Erde und was sie erfüllt, der Erdkreis und seine Bewohner.

 

Von wo kommt Wohlstand her?

Mose 8, 18:

So gedenke doch an den HERRN, deinen Gott — denn Er ist es, der dir Kraft gibt, solchen Reichtum zu erwerben —, damit er seinen Bund aufrechterhält, den er deinen Vätern geschworen hat, wie es heute geschieht.

 

Was soll man außer dem Zehnten, noch in Gottes Haus bringen?

Psalm 96, 8:

Bringt dar dem HERRN die Ehre seines Namens, bringt Gaben dar und geht ein zu seinen Vorhöfen!

 

Gott sagt, dass wenn man ihm keine Zehnten und Opfergaben bringt, er dadurch betrogen wird.

Maleachi 3, 8:

Darf ein Mensch Gott berauben, wie ihr mich beraubt? Aber ihr fragt: »Worin haben wir dich beraubt?« In den Zehnten und den Abgaben!

 

Welchen Vorschlag macht Gott, ihn in Bezug auf seine versprochenen Segnungen zu prüfen?

Maleachi 3, 10:

Bringt den Zehnten ganz in das Vorratshaus, damit Speise in meinem Haus sei, und prüft mich doch dadurch, spricht der HERR der Heerscharen, ob ich euch nicht die Fenster des Himmels öffnen und euch Segen in überreicher Fülle herabschütten werde!

 

Man opfere zur Ehre Gottes und mit einem freudigen Herzen.

Korinther 9, 7:

Jeder, wie er es sich im Herzen vornimmt; nicht widerwillig oder gezwungen, denn einen fröhlichen Geber hat Gott lieb!

 

Gott sagt, dass wir in dem Maße geben sollen, wie Gott uns gesegnet hat.

Mose 16, 16b-17:

Aber niemand soll mit leeren Händen vor dem HERRN erscheinen, sondern jeder mit dem, was er geben kann, je nach dem Segen, den der HERR, dein Gott, dir gegeben hat.

Fazit

  • Gott hat uns erschaffen und gibt uns alle Gaben. Daher gehört Ihm neben unserem Leben auch aller Besitz. Es ist Sein Eigentum.
  • Gott hat uns auch über unseren Besitz alle Entscheidungsfreiheit gegeben, wie wir damit umgehen. Jeder Mensch wird jedoch einmal Rechenschaft darüber ablegen müssen, wie wir mit den uns anvertrauten Gütern und Gaben umgegangen sind.
  • Wir Christen stehen in der finanziellen Verantwortung für die Verkündigung des Evangeliums (Gemeindearbeit/Mission). Wir sollen uns an der Linderung sozialer Not, besonders von Glaubensgeschwistern beteiligen.
  • Für Gott ist es nicht wichtig, welche Geldsummen wir geben. Er schaut auf die Herzenshaltung die dahinter steckt.
  • Opfergaben machen uns nicht gerecht vor Gott.
  • Opfergaben sind Ausdruck unserer Dankbarkeit und Verantwortung.
  • Opfergaben sollen wir gern, freiwillig und im Verborgenen gegeben.
  • Wir sollen nach unseren Möglichkeiten geben. Die Regel des Zehnten kann eine gute Hilfe sein.
  • Gott verheißt seinen Segen auf das Geben. Hierfür gibt es unzählige aktuelle Zeugnisse!